Untersuchung des Enddarmes

Information zur Untersuchung des Enddarmes und lokale Behandlungen von Hämorrhoiden

Durch die Untersuchung des Enddarmes können Erkrankungen im Bereich des Anus, des Analkanales und des unteren Mastdarmes erkannt und behandelt werden. Es können Gewebeproben entnommen werden oder spezifische Behandlungen, insbesondere von Hämorrhoiden vorgenommen werden.

Bei dieser Untersuchung ist in der Regel keine spezielle Vorbereitung nötig. In der Praxis können vor der Untersuchung Einläufe zur Entleerung des Mastdarmes durchgeführt werden.

Für die Untersuchung des Enddarmes werden in der Regel keine Schlaf- und/oder Schmerzmedikamente verabreicht. Die Fahrtüchtigkeit ist deshalb nicht beeinträchtigt.

Zur Untersuchung wird meist ein Gerät verwendet, das in den After eingeführt wird. Im Rückzug kann die, durch eine Lichtquelle beleuchtete Schleimhaut, beurteilt werden.

Für mittelgroße Hämorrhoiden kann eine sogenannte Bandligatur angewendet werden. Dabei wird die Vene, die den Hämorrhoidalknoten mit Blut versorgt angesaugt und mit einem Gummiband verschlossen (Ligatur). Die ligierte Vene/Hämorrhoide fällt nach einigen Tagen von selbst ab. Meist werden mehrere Ligaturen gesetzt und es bedarf manchmal wiederholte Sitzungen.

Zeitweise kann die Enddarmuntersuchung schmerzhaft sein. Nach Interventionen werden Ihnen bei Bedarf Schmerzmittel verordnet.

Die Untersuchung selbst ist risikoarm. Es kann aber trotz grösster Sorgfalt zu Komplikationen kommen, die in Ausnahmefällen auch lebensbedrohlich sein können. Mögliche Komplikationen sind vorübergehende anale Schmerzen
nach Ligaturen (8%), Blutungen (3%) und lokale Infektionen (< 1%). In Ausnahmefällen kann es zu Verengungen (Stenosen) im Analkanal kommen oder zu vorübergehenden Störungen der Kontinenz.

Nach Interventionen jeder Art, sollte für die nächsten Tage auf einen weichen Stuhlgang geachtet werden. Pressen beim Stuhlgang ist zu vermeiden, da es durch den erhöhten Druck zu Verletzungen im Behandlungsgebiet kommen kann. Zur Behandlung von Schmerzen wird Ihnen ein geeignetes Schmerzmittel verordnet.
Nach einer Untersuchung kann es zu leichten Blutungen (meist hellrotes Blut) beim Stuhlgang kommen. Sollten diese nicht nach einigen Tagen aufhören oder es sich um auffallend viel Blut handeln, kontaktieren Sie uns, oder begeben Sie sich an Wochenenden und Feiertagen auf eine Notfallambulanz.