Magenspiegelung

Ösophagogastroduodenoskopie, Gastroskopie

Bei dieser Untersuchung werden Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm von innen
ausgespiegelt. Sie dient zur Erkennung von Erkrankungen des
oberen Magen-Darm-Trakts.

Insbesondere sollten Sie eine solche Untersuchung durchführen, falls Sie unter

  • Schluckbeschwerden,
  • Sodbrennen,
  • Aufstoßen,
  • Appetitlosigkeit,
  • Gewichtsverlust,
  • Übelkeit,
  • Oberbauchbeschwerden oder –schmerzen leiden.  

Während der Untersuchung werden in der Regel Gewebsproben zur feingeweblichen
Schleimhautbeurteilung
und zur Frage einer Besiedlung der Magenschleimhaut mit
Helicobacter pylori entnommen.

Vorbereitung und Gespräch

Für die Magenspiegelung sollten Sie nüchtern in die Praxis kommen. Wir bitten Sie, die letzte Nahrung spätestens um 18 Uhr des Vorabends der Untersuchung einzunehmen.

Vor der Untersuchung kann ein Glas Wasser oder Tee getrunken werden. Raucher bitten wir, vor der Untersuchung auf das Rauchen zu verzichten.

Zur Unterdrückung des Würgreizes wird eine örtliche Betäubung mittels Rachenspray gegeben.

Untersuchungsdauer

Die Dauer der Untersuchung beträgt in der Regel etwa 10 Minuten.

Falls Polypen abgetragen werden müssen, kann sich die Untersuchungszeit auch verlängern. Falls Sie Coumarin-Präparate (z. B. Marcumar, Coumadin oder Sintrom) einnehmen, können Polypen nur nach Absetzen des Präparats 5 bis 7 Tage vor der Untersuchung abgetragen werden.

Die Untersuchung

Wenn Sie es wünschen, kann die Untersuchung mit einer Beruhigungsspritze durchgeführt werden. Sie werden dann während der Untersuchung keine Beschwerden haben und danach auch keine Erinnerung an die Untersuchung.

Anschließend können Sie sich in unserem Aufwachraum für etwa 1 Stunde ausruhen. Danach sind sie wieder vollkommen wach und orientiert.

Vor der Untersuchung wird der Arzt mit Ihnen ein Aufklärungs- und Beratungsgespräch führen und genau nach ihren Beschwerden fragen. Nach der Untersuchung erfolgt noch eine kurze Befundbesprechung und Verabschiedung.

Bitte beachten Sie, dass nach Erhalt einer Beruhigungsspritze aus rechtlichen Gründen eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr ohne Begleitung für 24 Stunden untersagt ist (nicht nur Lenken eines Kraftfahrzeugs oder Fahrrads, sondern auch unterwegs sein als Fußgänger ohne Begleitung ist nicht möglich). Daher bitten wir Sie, dass Sie dafür sorgen, dass Sie aus der Praxis abgeholt werden können, falls Sie eine Beruhigungsspritze wünschen.

Falls Sie Coumarin-Präparate (Blutverdünnende Medikamente) wie Marcumar, Coumadin oder Sintrom einnehmen, kann unter dieser Behandlung keine Entnahme von Gewebsproben erfolgen. Sollten Sie eine solche Gewebsproben-Entnahme wünschen, muss die Medikation 5 bis 7 Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden. Die dann in der Regel erforderliche Behandlung mit einem Heparin-Präparat („Bauchspritzen“) sollte am Morgen der Untersuchung unterbrochen werden.